Der Akademie Blog aus Berlin

Berlin AkademieHi Leute, eines gleich vornweg: Euch erwartet hier keine dröge Akademie voller Theorie oder dergleichen – auch wenn der Name meines Blog das vielleicht vermuten lässt. Ich hab den Namen genommen, weil ich großer Fan von Platon bin und der hat bekanntlich die Akademie erfunden und sie dabei immer mitten im Leben positioniert. Die alten Schulen der Antike befanden sich inmitten der Städte und sie standen grundsätzlich allen Leuten offen, die neugierig und an Bildung interessiert waren (und freilich nicht als Sklaven lebten, aber das war nunmal im Altertum leider die Regel). Eine Akademie des Internets und damit des modernen Lebens quasi und daran orientiert sich auch meine persönliche Sichtweise: Ich berichte vorrangig über Themen, die mir so im Alltag begegnen und die ich für wichtig halte, ohne dabei banal zu werden. Denn leider quillt das Netz fast schon von unnützen Blödsinn und manche Leute halten einen Blog wohl für ein Poesiealbum, in das sie nur ihre lächerlichen Kalendersprüche eintragen müssen. Weit gefehlt, wie ich meine, denn ein Blog ist die zum ersten Mal in der Geschichte tatsächlich vorhandene Möglichkeit, den eigenen Geist mittels des öffentlichen Schreibens zu schulen. Richtig, man kann auch darüber berichten, was man gerade gegessen hat oder welche Haarfarbe die Freundin trägt, aber wer will das denn außer den eigenen Bekannten wirklich wissen? Der Geist jedenfalls, und da bin ich ganz nah bei Platon, schult sich daran überhaupt nicht und wird im Gegenteil immer blöder. Wieviel vorteilhafter ist es doch, sich schriftstellerisch und berichtend zu versuchen und dabei zugleich von Anfang den Fokus auf Themen zu legen, die vielleicht nicht nur mich und meinen Freundeskreis interessieren könnten? Wer das nicht kann, der sollte vielleicht auf einen Blog verzichten und stattdessen für seine beschränkten Kommentare solche Plattformen wie Facebook nutzen. Abgesehen davon, dass es sich dabei um ein knallhartes Geschäftsmodell einer mit Daten dealenden Firma handelt, ist das doch viel eher für das blumige Poesiealbum geeignet, als ein Blog, der ja nicht nur von “Freunden” gelesen werden soll. Sicher, es gibt Leute, die machen ihren Blog auch nur einem Kreis zugänglich und sie sind da auch nicht soweit weg von denen, die kommerzielle Blogs nur für Abonennten schreiben – ich jedenfalls halte beides für abwegig und letztlich auch nutzlos. Wenn ich Blogs richtig verstehe, so geben diese doch uns Menschen die Gelegenheit uns global über das Internet mitzuteilen und warum sollte das dann auch nur ein paar Ausgewählten zur Verfügung stehen? Die Idee eines Blogs ist damit jene einer Akademie für jeden: Man kann sich informieren und sich mitteilen, je nach Anspruch und Wunsch. So was hat es noch nie gegeben und es überrascht mich auch kaum, wenn die angeblich so großartigen Journalisten ihr Infomonopol verteidigen und meinen, sie könnten für das Kundtun einer Meinung (vergleichbar der alten Kolumne) auch noch Geld kassieren! Das mag noch eine Weile gut gehen, ist aber schon quasi ein Wink des Vergangenen. Ich jedenfalls hoffe, dass sich immer mehr Menschen überall auf der Welt dieses neuen Mediums auch mit Anspruch bedienen und unseren Planeten und unsere menschliche Kultur dadurch reicher machen.

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